Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben
(35 Bewertungen)

Kassel

Ljuba-Senderowna-Str. 127, 34121 Kassel, Deutschland

Sara Nussbaum Zentrum | Ausstellungen & Führungen

Das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben ist in Kassel ein weltlicher Ort für jüdische Kultur, Geschichte und Begegnung. Nach Angaben des Hauses ist es neben der Jüdischen Gemeinde Kassel eine zweite Wirkungsstätte für jüdisches Leben in der Stadt und öffnet seine Türen für alle Menschen, die sich für jüdisches Leben interessieren. Inhaltlich verbindet die Einrichtung Erinnerung, Gegenwart und Zukunft: Sie zeigt jüdisches Leben als historisch gewachsene Realität, als aktuelle Perspektive und als Teil einer offenen Stadtgesellschaft. Offiziell sitzt das Zentrum in der Ludwig-Mond-Straße 127 in 34121 Kassel und wird von der Jüdisches Leben Kassel gGmbH getragen. Das Angebot reicht von Ausstellungen über Führungen bis zu Bildung und Veranstaltungen, wobei der Ort ausdrücklich nicht nur informieren, sondern auch Dialog und Begegnung ermöglichen will. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/))

Kontakt, Öffnungszeiten & Anreise zum Sara Nussbaum Zentrum

Wer das Sara Nussbaum Zentrum in Kassel besuchen möchte, sollte den Termin vorab planen, denn die offizielle Kontaktseite nennt keine freien Walk-in-Öffnungszeiten, sondern Besuche nach Vereinbarung. Die Adresse lautet Ludwig-Mond-Straße 127, 34121 Kassel. Telefonisch ist das Haus unter 0561-93728281 erreichbar, per E-Mail unter info@sara-nussbaum-zentrum.de. Für die Ausstellungen gilt: Montag bis Freitag nach Vereinbarung, Samstag geschlossen und Sonntag nach Vereinbarung. Diese Regelung macht deutlich, dass das Zentrum seine Arbeit sehr bewusst organisiert und Besuche inhaltlich begleitet. Für alle, die mit einer Gruppe kommen möchten, ist eine frühzeitige Abstimmung besonders sinnvoll, weil Führungen ausdrücklich im Voraus vereinbart werden. Auf diese Weise kann das Team besser auf Fragen, Altersgruppen und inhaltliche Schwerpunkte eingehen und den Besuch passend vorbereiten. Die Einrichtung ist damit nicht als klassisches Museum mit offener Tageskasse konzipiert, sondern als Ort, an dem Austausch und Vermittlung im Vordergrund stehen. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/kontakt/))

Auch die Anreise ist klar beschrieben: Auf der offiziellen Kontaktseite wird die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Bus-Linien 12 oder 13 bis zur Haltestelle Sternbergstraße genannt. Für Besucherinnen und Besucher aus Kassel oder von außerhalb ist das eine praktische Orientierung, weil man den Besuch damit gut mit dem Stadtverkehr planen kann. Wer mit dem Auto anreist, sollte den Termin ebenfalls im Voraus mit dem Haus abstimmen, denn auf der offiziellen Website steht nicht ein großes Standardprogramm für spontane Besuche, sondern die Vereinbarung im Mittelpunkt. Genau das passt zum Charakter der Einrichtung: Es geht um einen Ort, an dem Inhalte erklärt, Kontexte eingeordnet und Gespräche möglich gemacht werden. Gerade bei jüdischer Geschichte, Erinnerungskultur und politischer Bildung ist eine solche Vorbereitung oft hilfreich. Sie schafft Ruhe, Verlässlichkeit und Raum für Fragen. Wer also ein bewusstes, nicht hektisches Besuchserlebnis sucht, findet hier einen Ort, der sich eher für konzentriertes Anschauen, Lernen und Diskutieren eignet als für einen schnellen Durchgang. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/kontakt/))

Ausstellungen, Führungen und Besuch nach Vereinbarung

Inhaltlich ist das Sara Nussbaum Zentrum vor allem als Ausstellungs- und Vermittlungsort interessant. Die aktuelle Sonderausstellung 'displaced at home – ein ort, den man zuhause nennt' erkundet das Konzept der Heimat anhand von Geschichten jüdischer Menschen in Kassel vor, während und nach der Shoah. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Erfahrungen von Jüdinnen und Juden in sogenannten Displaced-Persons-Camps in Kassel. Die Dauerausstellung 'Jüdisches Leben in Kassel' zeigt einen Ausschnitt der rund 700-jährigen Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kassel. Damit verbindet das Haus biografische Erinnerung mit Stadtgeschichte und zeigt, dass jüdisches Leben in Kassel nicht nur Vergangenheit ist, sondern auch in heutige Lebenswelten hineinwirkt. Besonders stark ist die Art, wie das Zentrum historische Tiefe mit einer konkreten lokalen Perspektive verbindet: Die Geschichte wird nicht abstrakt erzählt, sondern über Personen, Orte, Brüche und Neubeginne. Genau darin liegt für viele Besucherinnen und Besucher der besondere Reiz. Die Ausstellungen sind nicht bloß Informationsflächen, sondern Orte, an denen man Zusammenhänge zwischen Familie, Stadt, Verfolgung, Überleben und Neubeginn versteht. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/ausstellungen/))

Wer die Ausstellungen sehen möchte, sollte wissen, dass sie aktuell nur nach vorheriger Vereinbarung im Rahmen einer Führung besucht werden können. Die Website nennt hierfür Gruppen mit mindestens fünf Personen und einen Termin zwischen Montag und Freitag. Für individuelle Führungen wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben: 2 Euro pro Person, für Kinder und Jugendliche 1 Euro. Das ist ein wichtiger praktischer Punkt für Schulen, Vereine, Gruppenreisen oder interessierte Familien, weil sich der Besuch dadurch gut organisieren lässt. Zugleich zeigt das Führungsangebot, dass das Zentrum Wert auf Vermittlung legt und nicht nur auf das stille Betrachten von Exponaten. Die Führung ist hier kein Zusatz, sondern ein zentraler Teil des Besuchserlebnisses. Ergänzt wird das Ausstellungsprofil durch frühere Präsentationen wie 'WHITE NOISE – Das Leben vor dem 7. Oktober' und 'Netz gegen Hetz'. Dadurch wird sichtbar, dass das Zentrum auch aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen aufgreift. Die Bandbreite reicht also von historischer Erinnerung bis zu zeitgenössischen Debatten über Antisemitismus, Bedrohung und jüdische Perspektiven. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/ausstellungen/))

Jüdisches Leben in Kassel: Geschichte, Gegenwart und Sara Nussbaum

Der Name des Hauses verweist direkt auf Sara Nussbaum, eine Frau, deren Lebensgeschichte eng mit Kassel verbunden ist. Auf der Website wird sie als Sara Rothschild beschrieben, geboren 1868 in Merzhausen. 1891 heiratete sie den Kasseler Möbelhändler Rudolf Nussbaum, mit dem sie und ihre drei Kinder im Wohn- und Geschäftshaus in der Schäfergasse lebten. Das Ehepaar engagierte sich nach Darstellung des Zentrums stark für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und für die jüdische Gemeinde. Sara Nussbaum unterstützte ihren Mann außerdem beim Aufbau der DRK-Sanitätseinheit 'Kolonne Nussbaum' und ließ sich zur Rotkreuzschwester ausbilden. Ihre Biografie steht für Verantwortungsgefühl, soziale Tatkraft und städtisches Engagement. Die Wortwahl auf der Website betont, dass sie nicht nur eine historische Figur, sondern eine Persönlichkeit mit Haltung war. In einer Stadt wie Kassel, deren jüdische Geschichte durch Verfolgung und Zerstörung tief geprägt wurde, ist die Wahl dieser Namensgeberin ein starkes Symbol. Sie verbindet Erinnerung mit einem Vorbild für konkrete Zivilcourage. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/))

Das Leitbild des Zentrums knüpft genau daran an. Es versteht sich als weltlicher Ort, der jüdisches Leben sichtbar macht, die vielen Gesichter und Geschichten des Judentums zeigt, den Staat Israel erklärt und einen Beitrag zur Bekämpfung von Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit leisten will. Außerdem verweist das Haus darauf, dass die Nationalsozialisten die Juden nahezu vollständig aus Kassel vertrieben und die meisten von ihnen ermordeten. Zugleich thematisiert das Zentrum die Gegenwart: Durch den Zuzug von Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion ist die jüdische Gemeinde in Kassel Anfang der neunziger Jahre deutlich gewachsen. Die Arbeit des Hauses widmet sich daher allen drei zeitlichen Aspekten der lokalen jüdischen Geschichte, also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das ist für die inhaltliche Ausrichtung entscheidend, denn hier wird nicht nur erinnert, sondern auch erklärt, eingeordnet und weitergedacht. Wer das Zentrum besucht, begegnet also nicht einer abgeschlossenen historischen Erzählung, sondern einer lebendigen Auseinandersetzung mit jüdischer Vielfalt, städtischer Erinnerung und dem heutigen jüdischen Leben in Kassel. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/unser-leitbild/))

Veranstaltungen, Workshops und kulturelle Bildung im Zentrum

Das Sara Nussbaum Zentrum ist weit mehr als ein Ausstellungsort. Die offizielle Website nennt ausdrücklich Veranstaltungen wie Vorträge, Konzerte, Workshops und Begegnungsformate. Damit wird klar, dass das Haus als Ort der kulturellen Bildung und des Gesprächs funktioniert. Ein gutes Beispiel ist 'Selam & Shalom', ein interkultureller Workshop, der von Elena Padva und Attila Günaydin durchgeführt wird. Laut Website bringt das Projekt junge Menschen mit Musik zum Nachdenken über Identität und Menschlichkeit; der Workshop dauert rund 90 Minuten und findet im Sara Nussbaum Zentrum oder in der jeweiligen Einrichtung statt. Das Format wurde zudem als 'Vielfalt-Verstärker' ausgezeichnet. Gerade solche Angebote zeigen, wie das Zentrum jüdische Perspektiven in einen breiteren pädagogischen und gesellschaftlichen Zusammenhang stellt. Es geht nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um Begegnung, Reflexion und den Abbau von Vorurteilen. Auch für Schulen, Jugendgruppen oder andere Bildungskontexte ist das interessant, weil Inhalte hier nicht trocken vermittelt, sondern über Musik, Dialog und persönliche Zugänge erfahrbar gemacht werden. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/selam-und-shalom/?utm_source=openai))

Darüber hinaus zeigt das Veranstaltungsprogramm, dass das Zentrum aktuelle Themen, jüdische Selbstverständnisse und gesellschaftspolitische Fragen aufgreift. Beispiele sind der Israel-Day, Buchvorstellungen, Lesungen, Gedenkveranstaltungen und Museumstermine. Für den Israel-Day im Juli 2025 nennt die Website ein Gartenfest mit Führung durch die Ausstellung 'displaced at home' und einem Konzert der Band LECHAIM; zugleich wurde auf das zehnjährige Jubiläum des Zentrums verwiesen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kultur, Feiern, Erinnerung und Öffentlichkeitsarbeit ineinandergreifen. Auch die Buchvorstellung zur Ausstellung 'displaced at home' zeigt dieses Prinzip: Der zweisprachige Band Deutsch-Englisch widmet sich dem jüdischen Leben in Kassel vor, während und nach der Shoah und verknüpft Forschung mit Kulturarbeit. Hinzu kommen Veranstaltungen an anderen Orten der Stadt, etwa in der Stadtbibliothek oder im Rahmen von Kooperationen. So wird deutlich, dass das Sara Nussbaum Zentrum als Netzwerkort funktioniert, der seine Themen nicht auf das eigene Haus beschränkt, sondern in die Stadtgesellschaft hineinträgt. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/event/israel-day-im-sara-nussbaum-zentrum/?utm_source=openai))

Warum das Sara Nussbaum Zentrum in Kassel besonders ist

Das Besondere am Sara Nussbaum Zentrum liegt in seiner Mischung aus Offenheit, historischer Tiefe und aktueller Haltung. Während die Synagoge als Gebets- und Versammlungshaus für Jüdinnen und Juden beschrieben wird, öffnet das Zentrum als weltlicher Ort seine Türen für alle Menschen. Genau darin liegt sein spezieller Beitrag für Kassel: Es ergänzt die religiöse Gemeinde um einen Lern- und Begegnungsraum, in dem jüdisches Leben erklärt, diskutiert und in die Stadtgesellschaft hinein vermittelt wird. Diese Rolle ist nicht nur kulturell, sondern auch politisch relevant, weil das Zentrum ausdrücklich gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit arbeitet. Der Ort ist also nicht neutral im Sinn von beliebig, sondern bewusst positioniert. Er will Wissen zugänglich machen, Konflikte nicht ausblenden und dennoch hoffnungsvoll auf Gegenwart und Zukunft blicken. Für Besucherinnen und Besucher entsteht so ein Raum, in dem Geschichte nicht abgeschlossen wirkt, sondern Verantwortung für heute erzeugt. Das macht das Haus zu einem Ort, der mehr ist als ein Museum, und zugleich mehr als ein Veranstaltungsraum. Es ist ein Ort der Haltung. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/unser-leitbild/))

Auch die Struktur des Angebots unterstreicht diese Besonderheit. Das Zentrum arbeitet mit Kooperationen, wird über das hessische Landesprogramm 'Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus' gefördert und lädt ausdrücklich zum Ehrenamt ein. Damit entsteht ein lebendiges Umfeld, das nicht nur auf einzelne Projekte setzt, sondern auf dauerhafte Beteiligung, Bildung und Verantwortung. Die Präsenz von Themen wie jüdischer Geschichte, Israel, Erinnerungskultur, Workshops und interreligiöser Begegnung zeigt, dass das Haus viele Ebenen miteinander verbindet. Für Suchende nach 'sara nussbaum zentrum kassel', 'öffnungszeiten', 'führungen' oder 'ausstellungen' ist es deshalb zugleich ein praktischer Anlaufpunkt und ein inhaltlich reiches Kulturangebot. Wer sich auf den Besuch einlässt, bekommt keine isolierte Ausstellung, sondern einen Einblick in lokale jüdische Geschichte, gegenwärtige Perspektiven und gesellschaftliche Bildungsarbeit. Damit erfüllt das Sara Nussbaum Zentrum eine Aufgabe, die in einer Stadt wie Kassel weit über einen einzelnen Besuch hinausreicht: Es hält Erinnerung wach, schafft Begegnung und öffnet Perspektiven. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/))

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Das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben ist in Kassel ein weltlicher Ort für jüdische Kultur, Geschichte und Begegnung. Nach Angaben des Hauses ist es neben der Jüdischen Gemeinde Kassel eine zweite Wirkungsstätte für jüdisches Leben in der Stadt und öffnet seine Türen für alle Menschen, die sich für jüdisches Leben interessieren. Inhaltlich verbindet die Einrichtung Erinnerung, Gegenwart und Zukunft: Sie zeigt jüdisches Leben als historisch gewachsene Realität, als aktuelle Perspektive und als Teil einer offenen Stadtgesellschaft. Offiziell sitzt das Zentrum in der Ludwig-Mond-Straße 127 in 34121 Kassel und wird von der Jüdisches Leben Kassel gGmbH getragen. Das Angebot reicht von Ausstellungen über Führungen bis zu Bildung und Veranstaltungen, wobei der Ort ausdrücklich nicht nur informieren, sondern auch Dialog und Begegnung ermöglichen will. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/))

Kontakt, Öffnungszeiten & Anreise zum Sara Nussbaum Zentrum

Wer das Sara Nussbaum Zentrum in Kassel besuchen möchte, sollte den Termin vorab planen, denn die offizielle Kontaktseite nennt keine freien Walk-in-Öffnungszeiten, sondern Besuche nach Vereinbarung. Die Adresse lautet Ludwig-Mond-Straße 127, 34121 Kassel. Telefonisch ist das Haus unter 0561-93728281 erreichbar, per E-Mail unter info@sara-nussbaum-zentrum.de. Für die Ausstellungen gilt: Montag bis Freitag nach Vereinbarung, Samstag geschlossen und Sonntag nach Vereinbarung. Diese Regelung macht deutlich, dass das Zentrum seine Arbeit sehr bewusst organisiert und Besuche inhaltlich begleitet. Für alle, die mit einer Gruppe kommen möchten, ist eine frühzeitige Abstimmung besonders sinnvoll, weil Führungen ausdrücklich im Voraus vereinbart werden. Auf diese Weise kann das Team besser auf Fragen, Altersgruppen und inhaltliche Schwerpunkte eingehen und den Besuch passend vorbereiten. Die Einrichtung ist damit nicht als klassisches Museum mit offener Tageskasse konzipiert, sondern als Ort, an dem Austausch und Vermittlung im Vordergrund stehen. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/kontakt/))

Auch die Anreise ist klar beschrieben: Auf der offiziellen Kontaktseite wird die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Bus-Linien 12 oder 13 bis zur Haltestelle Sternbergstraße genannt. Für Besucherinnen und Besucher aus Kassel oder von außerhalb ist das eine praktische Orientierung, weil man den Besuch damit gut mit dem Stadtverkehr planen kann. Wer mit dem Auto anreist, sollte den Termin ebenfalls im Voraus mit dem Haus abstimmen, denn auf der offiziellen Website steht nicht ein großes Standardprogramm für spontane Besuche, sondern die Vereinbarung im Mittelpunkt. Genau das passt zum Charakter der Einrichtung: Es geht um einen Ort, an dem Inhalte erklärt, Kontexte eingeordnet und Gespräche möglich gemacht werden. Gerade bei jüdischer Geschichte, Erinnerungskultur und politischer Bildung ist eine solche Vorbereitung oft hilfreich. Sie schafft Ruhe, Verlässlichkeit und Raum für Fragen. Wer also ein bewusstes, nicht hektisches Besuchserlebnis sucht, findet hier einen Ort, der sich eher für konzentriertes Anschauen, Lernen und Diskutieren eignet als für einen schnellen Durchgang. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/kontakt/))

Ausstellungen, Führungen und Besuch nach Vereinbarung

Inhaltlich ist das Sara Nussbaum Zentrum vor allem als Ausstellungs- und Vermittlungsort interessant. Die aktuelle Sonderausstellung 'displaced at home – ein ort, den man zuhause nennt' erkundet das Konzept der Heimat anhand von Geschichten jüdischer Menschen in Kassel vor, während und nach der Shoah. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Erfahrungen von Jüdinnen und Juden in sogenannten Displaced-Persons-Camps in Kassel. Die Dauerausstellung 'Jüdisches Leben in Kassel' zeigt einen Ausschnitt der rund 700-jährigen Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kassel. Damit verbindet das Haus biografische Erinnerung mit Stadtgeschichte und zeigt, dass jüdisches Leben in Kassel nicht nur Vergangenheit ist, sondern auch in heutige Lebenswelten hineinwirkt. Besonders stark ist die Art, wie das Zentrum historische Tiefe mit einer konkreten lokalen Perspektive verbindet: Die Geschichte wird nicht abstrakt erzählt, sondern über Personen, Orte, Brüche und Neubeginne. Genau darin liegt für viele Besucherinnen und Besucher der besondere Reiz. Die Ausstellungen sind nicht bloß Informationsflächen, sondern Orte, an denen man Zusammenhänge zwischen Familie, Stadt, Verfolgung, Überleben und Neubeginn versteht. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/ausstellungen/))

Wer die Ausstellungen sehen möchte, sollte wissen, dass sie aktuell nur nach vorheriger Vereinbarung im Rahmen einer Führung besucht werden können. Die Website nennt hierfür Gruppen mit mindestens fünf Personen und einen Termin zwischen Montag und Freitag. Für individuelle Führungen wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben: 2 Euro pro Person, für Kinder und Jugendliche 1 Euro. Das ist ein wichtiger praktischer Punkt für Schulen, Vereine, Gruppenreisen oder interessierte Familien, weil sich der Besuch dadurch gut organisieren lässt. Zugleich zeigt das Führungsangebot, dass das Zentrum Wert auf Vermittlung legt und nicht nur auf das stille Betrachten von Exponaten. Die Führung ist hier kein Zusatz, sondern ein zentraler Teil des Besuchserlebnisses. Ergänzt wird das Ausstellungsprofil durch frühere Präsentationen wie 'WHITE NOISE – Das Leben vor dem 7. Oktober' und 'Netz gegen Hetz'. Dadurch wird sichtbar, dass das Zentrum auch aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen aufgreift. Die Bandbreite reicht also von historischer Erinnerung bis zu zeitgenössischen Debatten über Antisemitismus, Bedrohung und jüdische Perspektiven. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/ausstellungen/))

Jüdisches Leben in Kassel: Geschichte, Gegenwart und Sara Nussbaum

Der Name des Hauses verweist direkt auf Sara Nussbaum, eine Frau, deren Lebensgeschichte eng mit Kassel verbunden ist. Auf der Website wird sie als Sara Rothschild beschrieben, geboren 1868 in Merzhausen. 1891 heiratete sie den Kasseler Möbelhändler Rudolf Nussbaum, mit dem sie und ihre drei Kinder im Wohn- und Geschäftshaus in der Schäfergasse lebten. Das Ehepaar engagierte sich nach Darstellung des Zentrums stark für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und für die jüdische Gemeinde. Sara Nussbaum unterstützte ihren Mann außerdem beim Aufbau der DRK-Sanitätseinheit 'Kolonne Nussbaum' und ließ sich zur Rotkreuzschwester ausbilden. Ihre Biografie steht für Verantwortungsgefühl, soziale Tatkraft und städtisches Engagement. Die Wortwahl auf der Website betont, dass sie nicht nur eine historische Figur, sondern eine Persönlichkeit mit Haltung war. In einer Stadt wie Kassel, deren jüdische Geschichte durch Verfolgung und Zerstörung tief geprägt wurde, ist die Wahl dieser Namensgeberin ein starkes Symbol. Sie verbindet Erinnerung mit einem Vorbild für konkrete Zivilcourage. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/))

Das Leitbild des Zentrums knüpft genau daran an. Es versteht sich als weltlicher Ort, der jüdisches Leben sichtbar macht, die vielen Gesichter und Geschichten des Judentums zeigt, den Staat Israel erklärt und einen Beitrag zur Bekämpfung von Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit leisten will. Außerdem verweist das Haus darauf, dass die Nationalsozialisten die Juden nahezu vollständig aus Kassel vertrieben und die meisten von ihnen ermordeten. Zugleich thematisiert das Zentrum die Gegenwart: Durch den Zuzug von Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion ist die jüdische Gemeinde in Kassel Anfang der neunziger Jahre deutlich gewachsen. Die Arbeit des Hauses widmet sich daher allen drei zeitlichen Aspekten der lokalen jüdischen Geschichte, also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das ist für die inhaltliche Ausrichtung entscheidend, denn hier wird nicht nur erinnert, sondern auch erklärt, eingeordnet und weitergedacht. Wer das Zentrum besucht, begegnet also nicht einer abgeschlossenen historischen Erzählung, sondern einer lebendigen Auseinandersetzung mit jüdischer Vielfalt, städtischer Erinnerung und dem heutigen jüdischen Leben in Kassel. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/unser-leitbild/))

Veranstaltungen, Workshops und kulturelle Bildung im Zentrum

Das Sara Nussbaum Zentrum ist weit mehr als ein Ausstellungsort. Die offizielle Website nennt ausdrücklich Veranstaltungen wie Vorträge, Konzerte, Workshops und Begegnungsformate. Damit wird klar, dass das Haus als Ort der kulturellen Bildung und des Gesprächs funktioniert. Ein gutes Beispiel ist 'Selam & Shalom', ein interkultureller Workshop, der von Elena Padva und Attila Günaydin durchgeführt wird. Laut Website bringt das Projekt junge Menschen mit Musik zum Nachdenken über Identität und Menschlichkeit; der Workshop dauert rund 90 Minuten und findet im Sara Nussbaum Zentrum oder in der jeweiligen Einrichtung statt. Das Format wurde zudem als 'Vielfalt-Verstärker' ausgezeichnet. Gerade solche Angebote zeigen, wie das Zentrum jüdische Perspektiven in einen breiteren pädagogischen und gesellschaftlichen Zusammenhang stellt. Es geht nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um Begegnung, Reflexion und den Abbau von Vorurteilen. Auch für Schulen, Jugendgruppen oder andere Bildungskontexte ist das interessant, weil Inhalte hier nicht trocken vermittelt, sondern über Musik, Dialog und persönliche Zugänge erfahrbar gemacht werden. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/selam-und-shalom/?utm_source=openai))

Darüber hinaus zeigt das Veranstaltungsprogramm, dass das Zentrum aktuelle Themen, jüdische Selbstverständnisse und gesellschaftspolitische Fragen aufgreift. Beispiele sind der Israel-Day, Buchvorstellungen, Lesungen, Gedenkveranstaltungen und Museumstermine. Für den Israel-Day im Juli 2025 nennt die Website ein Gartenfest mit Führung durch die Ausstellung 'displaced at home' und einem Konzert der Band LECHAIM; zugleich wurde auf das zehnjährige Jubiläum des Zentrums verwiesen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kultur, Feiern, Erinnerung und Öffentlichkeitsarbeit ineinandergreifen. Auch die Buchvorstellung zur Ausstellung 'displaced at home' zeigt dieses Prinzip: Der zweisprachige Band Deutsch-Englisch widmet sich dem jüdischen Leben in Kassel vor, während und nach der Shoah und verknüpft Forschung mit Kulturarbeit. Hinzu kommen Veranstaltungen an anderen Orten der Stadt, etwa in der Stadtbibliothek oder im Rahmen von Kooperationen. So wird deutlich, dass das Sara Nussbaum Zentrum als Netzwerkort funktioniert, der seine Themen nicht auf das eigene Haus beschränkt, sondern in die Stadtgesellschaft hineinträgt. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/event/israel-day-im-sara-nussbaum-zentrum/?utm_source=openai))

Warum das Sara Nussbaum Zentrum in Kassel besonders ist

Das Besondere am Sara Nussbaum Zentrum liegt in seiner Mischung aus Offenheit, historischer Tiefe und aktueller Haltung. Während die Synagoge als Gebets- und Versammlungshaus für Jüdinnen und Juden beschrieben wird, öffnet das Zentrum als weltlicher Ort seine Türen für alle Menschen. Genau darin liegt sein spezieller Beitrag für Kassel: Es ergänzt die religiöse Gemeinde um einen Lern- und Begegnungsraum, in dem jüdisches Leben erklärt, diskutiert und in die Stadtgesellschaft hinein vermittelt wird. Diese Rolle ist nicht nur kulturell, sondern auch politisch relevant, weil das Zentrum ausdrücklich gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit arbeitet. Der Ort ist also nicht neutral im Sinn von beliebig, sondern bewusst positioniert. Er will Wissen zugänglich machen, Konflikte nicht ausblenden und dennoch hoffnungsvoll auf Gegenwart und Zukunft blicken. Für Besucherinnen und Besucher entsteht so ein Raum, in dem Geschichte nicht abgeschlossen wirkt, sondern Verantwortung für heute erzeugt. Das macht das Haus zu einem Ort, der mehr ist als ein Museum, und zugleich mehr als ein Veranstaltungsraum. Es ist ein Ort der Haltung. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/unser-leitbild/))

Auch die Struktur des Angebots unterstreicht diese Besonderheit. Das Zentrum arbeitet mit Kooperationen, wird über das hessische Landesprogramm 'Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus' gefördert und lädt ausdrücklich zum Ehrenamt ein. Damit entsteht ein lebendiges Umfeld, das nicht nur auf einzelne Projekte setzt, sondern auf dauerhafte Beteiligung, Bildung und Verantwortung. Die Präsenz von Themen wie jüdischer Geschichte, Israel, Erinnerungskultur, Workshops und interreligiöser Begegnung zeigt, dass das Haus viele Ebenen miteinander verbindet. Für Suchende nach 'sara nussbaum zentrum kassel', 'öffnungszeiten', 'führungen' oder 'ausstellungen' ist es deshalb zugleich ein praktischer Anlaufpunkt und ein inhaltlich reiches Kulturangebot. Wer sich auf den Besuch einlässt, bekommt keine isolierte Ausstellung, sondern einen Einblick in lokale jüdische Geschichte, gegenwärtige Perspektiven und gesellschaftliche Bildungsarbeit. Damit erfüllt das Sara Nussbaum Zentrum eine Aufgabe, die in einer Stadt wie Kassel weit über einen einzelnen Besuch hinausreicht: Es hält Erinnerung wach, schafft Begegnung und öffnet Perspektiven. ([sara-nussbaum-zentrum.de](https://sara-nussbaum-zentrum.de/sara-nussbaum-zentrum/))

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