DEL2-Finale endet mit nächstem Rückschlag
Kassel Huskies scheitern wieder: Der bittere Aufstiegsfluch geht weiter
Die Kassel Huskies verpassen den Sprung in die DEL erneut. Nach der 0:4-Niederlage im Finale gegen die Krefeld Pinguine reiht sich auch diese Saison in eine Serie gescheiterter Anläufe ein – und verschärft den Eindruck einer sportlich starken, aber am Ende nicht vollendeten Entwicklung.
Für Kassel endet die DEL2-Saison wieder ohne Aufstieg. Die Huskies verlieren das Playoff-Finale gegen Krefeld klar mit 0:4 und bleiben damit erneut auf dem Weg in die höchste deutsche Eishockey-Liga hängen.
Kassel verpasst den Aufstieg erneut
Die Finalniederlage gegen Krefeld beendet den nächsten Anlauf der Kassel Huskies auf die DEL. Damit bleibt der Klub in der DEL2, obwohl der Aufstieg seit Jahren das zentrale Ziel ist. Besonders schwer wiegt das Ergebnis, weil es nicht als einzelner Ausrutscher stehen bleibt, sondern sich in eine Folge ähnlicher Enttäuschungen einordnet.
Die Huskies sind als Traditionsklub aus Nordhessen weiter zweitklassig. Operativ wird die Organisation von der Kassel Sport & Entertainment GmbH geführt – mit Verantwortung für Profibetrieb und Vermarktung. Sportlich ist das erneute Scheitern vor allem deshalb bemerkenswert, weil Kassel in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den stärksten Teams der Liga zählte und die Hauptrunden immer wieder dominierte, ohne am Ende den entscheidenden Schritt zu schaffen.
Eine Serie gescheiterter Anläufe seit 2021
Der verpasste Aufstieg steht in Kassel nicht isoliert. Vor 16 Jahren zwang eine Insolvenz den Klub zum Gang in die 5. Liga. Danach arbeiteten sich die Huskies wieder nach oben und etablierten sich erneut im Profieishockey. Bis 2021 war ein sportlicher Auf- und Abstieg in die DEL aus Lizenzgründen allerdings nicht möglich – die Perspektive auf die höchste Liga erhielt erst danach wieder eine konkrete sportliche Dimension.
- 2021 wurden die Huskies Meister der Hauptrunde, scheiterten aber im Playoff-Finale an den Bietigheim Steelers.
- 2022 reichten die Kasseler die notwendigen DEL-Unterlagen vor Ligastart nicht rechtzeitig ein – der Aufstieg war damit früh ausgeschlossen; am Ende stand Platz 4.
- 2023 folgte nach Platz 1 in der Hauptrunde das Halbfinal-Aus gegen den EC Bad Nauheim.
- 2024 erreichten die Huskies erneut als Hauptrunden-Meister das Finale und scheiterten dort an den Eisbären Regensburg.
- 2025 endete die Saison nach Platz 1 in der Hauptrunde im Halbfinale gegen die Dresdner Eislöwen.
Aus sportlicher Sicht bleibt damit vor allem ein Kontrast: Kassel liefert regelmäßig in der langen Saison, doch in den Playoffs – dort, wo Serien kippen und Drucksituationen entscheiden – bleibt der letzte Schritt aus. Genau diese Diskrepanz macht die Bilanz so hart: Wieder war Kassel oben dabei, wieder endet es ohne Aufstieg.
Auch bei Krefeld ist der DEL-Aufstieg noch nicht sicher
Krefeld hat sich den sportlichen Erfolg mit dem Finalsieg gesichert, doch der tatsächliche Aufstieg in die DEL ist noch offen. Für die DEL-Lizenz sind 1,4 Millionen Euro nötig. Die Entscheidung muss bis zum 17. Mai fallen.
„Ich würde sagen, wir sind bei einem 60:40-Szenario. Ich kann es immer noch nicht hundert Prozent versprechen. Aber wir sind auf jeden Fall auf einem sehr, sehr guten Weg.“ – Peer Schopp, Geschäftsführer der Krefeld Pinguine
Der sportliche Triumph ist damit zwar der entscheidende erste Schritt, doch im Mittelpunkt steht weiterhin die formale und finanzielle Hürde, die über die Ligazugehörigkeit entscheidet.
In diesem Zusammenhang kursieren zudem Gerüchte, Krefeld könne trotz des sportlichen Erfolgs in der DEL2 bleiben wollen – als Begründung wird dabei genannt, dass das Geld womöglich nicht reichen könnte. Gleichzeitig heißt es, Verantwortliche und Sponsoren arbeiteten daran, die finanziellen Rahmenbedingungen für die DEL-Lizenz zu schaffen.
Für die Kassel Huskies bleibt unterdessen vorerst nur die nächste vertane Chance. Krefeld hat den sportlichen Schritt gemacht – ob daraus auch der tatsächliche Aufstieg wird, ist aber noch nicht abschließend beantwortet.

