Featured image for news: Unbeständiges Wetter in Nordhessen
3 Min. Lesezeit

Unbeständiges Wetter in Nordhessen

Gewitter, Starkregen und Hagel: DWD warnt für Kassel und Nordhessen

In Kassel und Nordhessen beginnt die Woche wechselhaft: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit Schauern, Gewittern, Starkregen und kleinkörnigem Hagel. Besonders am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch steigt das Risiko deutlich, dass es örtlich zu unwetterartigem Regen kommt.

Nach dem warmen, sonnigen Start in den Mai stellt sich die Wetterlage in der Region spürbar um. Nach Einschätzung des DWD gerät Nordhessen unter Tiefdruckeinfluss; eine von Westen heranziehende Kaltfront sorgt dafür, dass die zuvor milde Luft zunehmend durch kühlere Luft ersetzt wird. In solchen Lagen können sich Schauer- und Gewitterlinien rasch verstärken – entscheidend ist dabei weniger die Tageshöchsttemperatur als die Frage, wo sich die kräftigsten Gewitterzellen bilden und wie langsam sie ziehen.

Montag: Zunächst mild, dann erste kräftige Gewitter möglich

Am Montag werden in Kassel und Nordhessen noch einmal 20 bis 24 Grad erreicht. Im Verlauf des Tages soll die Gewitterneigung zunehmen. Für den Nachmittag und Abend sieht der DWD vor allem im Norden und Osten einzelne Gewitter, dabei Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter sowie Windböen um 60 km/h. Kleinkörniger Hagel gilt als wahrscheinlich.

In der Nacht zum Dienstag soll es deutlich abkühlen: Die Temperatur sinkt bis auf etwa 8 Grad, dazu wird leichter Regen erwartet. Zudem kann sich örtlich Nebel bilden; stellenweise sind Sichtweiten unter 150 Metern möglich. Für Autofahrerinnen und Autofahrer kann das die Lage spürbar verschärfen – vor allem dort, wo nasse Straßen, Gischt und plötzlich auftauchende Nebelfelder zusammenkommen.

Dienstag: Unbeständig – Schwerpunkt am Abend und in der Nacht

Der Dienstag bleibt nach DWD-Prognose unbeständig. Schauer können sich bis in den Mittag halten, anschließend sind erneut Gewitter möglich. Dabei werden Starkregenmengen zwischen 20 und 30 Litern pro Quadratmeter erwartet; örtlich sind auch mehr als 40 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen. Solche Mengen sind vor allem dann problematisch, wenn sie in kurzer Zeit fallen: Straßen können überfluten, Unterführungen und tiefer liegende Bereiche laufen voll, außerdem steigt die Gefahr von Aquaplaning.

Den Schwerpunkt des Unwetterrisikos verorten die Meteorologen am Dienstagabend sowie in der Nacht auf Mittwoch. Dann kann es gebietsweise zu heftigem, von Gewittern begleitetem Regen kommen. Eine Entspannung wird erst in der zweiten Hälfte der Nacht erwartet. Tagsüber liegen die Höchstwerte am Dienstag nur noch bei 16 bis 21 Grad.

Nacht auf Mittwoch: Weiter nass, regional unterschiedliche Schwerpunkte

In der Nacht auf Mittwoch soll es vielerorts bewölkt und nass bleiben. Im Norden ist anhaltender Starkregen möglich, während der Regen im Süden früher nachlassen kann. Die Temperaturen gehen auf 10 bis 6 Grad zurück, in höheren Lagen auf bis zu 4 Grad.

Mittwoch und Donnerstag: Keine schnelle Wetterberuhigung

Zur Wochenmitte zeichnet sich weiterhin keine stabile Wetterphase ab. Am Mittwoch dominieren dichte Wolken, dazu werden gebietsweise Schauer und einzelne Gewitter erwartet, besonders im Norden. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 14 und 20 Grad.

Auch am Donnerstag bleibt es überwiegend wolkig; weitere Schauer und mögliche Gewitter sollten eingeplant werden. Die Temperaturen erreichen dann nur noch 13 bis 17 Grad. Damit setzt sich die unbeständige Wetterlage in Kassel und Nordhessen bis mindestens Donnerstag fort.

Wer in der Region unterwegs ist, sollte besonders am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch kurzfristige Entwicklungen im Blick behalten: Bei Gewittern können Intensität und Zugbahn lokal stark variieren. Sinnvoll ist es, Wege und Termine mit zusätzlicher Zeitpuffer zu planen, bei Starkregen tiefer liegende Strecken zu meiden und aktuelle amtliche Warnungen kurzfristig zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Veröffentlicht: