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Unbeständige Woche mit Unwettergefahr

Gewitter, Starkregen und Hagel: DWD warnt vor ungemütlichem Wetter in Kassel

In Kassel und weiten Teilen Nordhessens beginnt die Woche unbeständig. Vor allem ab Dienstagnachmittag steigt nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Gefahr von Gewittern, Starkregen und lokal auch unwetterartigen Regenmengen deutlich an.

Nach dem warmen und sonnigen Start in den Mai stellt sich die Wetterlage um: Für Kassel reicht die Spanne von Gewittern mit Starkregen am Montag bis zu einem erhöhten Unwetterrisiko am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch. Auch zur Wochenmitte bleibt es wechselhaft.

Montag in Kassel: erst mild, dann Gewitter mit Starkregen

Am Montag werden zunächst noch 20 bis 24 Grad erreicht. Im Laufe des Tages wird es jedoch deutlich unruhiger. Der DWD hat bereits für den Montagnachmittag (4. Mai) vor Starkregen gewarnt und erwartet für den Nachmittag und Abend im Norden und Osten einzelne Gewitter.

Dabei sind Starkregenmengen bis 25 Liter pro Quadratmeter möglich, dazu Windböen um 60 km/h. Zudem gilt kleinkörniger Hagel als wahrscheinlich. Gerade in Kombination können solche Gewitter kurzfristig zu rutschigen Straßen, Aquaplaning und lokal überfluteten Unterführungen führen.

Meteorologisch passt das Bild zu einer feuchten, milden Luftmasse unter Tiefdruckeinfluss: Wo Luft großräumig zum Aufsteigen gezwungen wird, entstehen leichte Schauerzellen und Gewitter, die ihre Niederschläge punktuell und teils in kurzer Zeit abladen.

In der Nacht zum Dienstag kühlt es deutlich ab. Es werden Tiefstwerte bis 8 Grad erwartet, begleitet von leichtem Regen. Örtlich kann sich Nebel bilden; Sichtweiten unter 150 Metern sind möglich – relevant vor allem für den Berufsverkehr in den frühen Morgenstunden.

Dienstagabend und Nacht zum Mittwoch: höchstes Unwetterrisiko in Nordhessen

Am Dienstag bleibt es zunächst wechselhaft, Schauer können sich bis in den Mittag halten. Danach nimmt die Unwettergefahr in Hessen nach Angaben des DWD merklich zu. Den Schwerpunkt des Risikos sehen die Meteorologen am Dienstagabend sowie in der Nacht zum Mittwoch.

Dann sind erneut Gewitter mit Starkregen zwischen 20 und 30 Litern pro Quadratmeter möglich. Örtlich sind auch Unwetter mit mehr als 40 Litern pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen. Entscheidend ist dabei weniger die Tagesbilanz als die kurze Zeitspanne: Wenn große Regenmengen in kurzer Zeit fallen, kann die Kanalisation überlastet werden, Wasser sammelt sich schnell auf Straßen und in Senken, und kleine Bäche können rascher anschwellen.

Die Temperaturen steigen am Dienstag auf 16 bis 21 Grad. In der Nacht auf Mittwoch bleibt es weitgehend bewölkt und nass. Im Norden ist anhaltender Starkregen möglich, während der Regen im Süden früher nachlassen kann. Eine spürbare Entspannung wird erst für die zweite Hälfte der Nacht erwartet. Die Tiefstwerte liegen dann bei 10 bis 6 Grad, in höheren Lagen bei bis zu 4 Grad.

Als Treiber der Entwicklung gilt eine von Westen heranziehende Kaltfront: Sie schiebt kühlere Luft unter die zuvor mildere Luftmasse. Solche Übergänge sind häufig die Phase, in der Gewitter besonders kräftig ausfallen können – weil Temperaturgegensätze und die feuchte Luft die Bildung intensiver Schauerlinien begünstigen.

Auch Mittwoch und Donnerstag bleiben kühl, wolkig und schaueranfällig

Eine rasche Wetterberuhigung ist zur Wochenmitte nicht in Sicht. Am Mittwoch dominieren dichte Wolken; gebietsweise sind Schauer und einzelne Gewitter zu erwarten, besonders im Norden. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 und 20 Grad.

Auch am Donnerstag bleibt es größtenteils wolkig. Weitere Schauer und mögliche Gewitter sind einzuplanen. Die Temperaturen gehen noch etwas zurück und erreichen nur 13 bis 17 Grad.

Für Kassel und Nordhessen zeichnet sich damit keine kurze Wetterdelle, sondern eine mehrtägige unbeständige Phase ab. Besonders aufmerksam bleibt die Lage am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch, wenn lokal kräftiger Regen und Gewitter möglich sind. Wer unterwegs ist, sollte kurzfristige Warnlagen einplanen – vor allem durch Starkregen, eingeschränkte Sicht und plötzlich auftretende Böen.

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