Landruf(t) am Fuldaufer: Open-Air-Kunst in Baunatal-Guntershausen erleben


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Landruf(t) in Baunatal-Guntershausen: Kunst, Landschaft und Wandel am Fuldaufer
Die Open-Air-Ausstellung Landruf(t) verwandelt die Wiese am Rastplatz Alex’ Ruh in Guntershausen für vier Wochen in einen Ort der Werkbetrachtung, der Naturbeobachtung und der ästhetischen Erfahrung. Sie zeigt, wie zeitgenössische Kunst im direkten Dialog mit Landschaft, Wetter und Bewegung neue Bedeutungen entfaltet.
Ein Kunsterlebnis unter freiem Himmel
Zwischen Fulda, Radweg und Uferwiesen begegnen Besucherinnen und Besucher unterschiedlichsten Arbeiten von sieben Künstlerinnen und Künstlern sowie Beiträgen von Schülerinnen und Schülern der Theodor-Heuss-Schule. Die Exponate sind natur- und ortsbezogen angelegt und reagieren sichtbar auf Wind, Licht und Niederschlag. Gerade dieser Prozess macht den Reiz der Schau aus: Die Werke bleiben nicht statisch, sondern verändern sich während der Ausstellungsdauer weiter.
Wenn die Landschaft zur Mitgestalterin wird
Kuratorisch setzt Landruf(t) auf ein präzises Zusammenspiel von Kunst und Ort. Die Präsentation stellt neue Bezüge zur Landschaft, zu natürlichen Gegebenheiten und zu menschlichen Einflüssen her. Damit rückt die Ausstellung zentrale Fragen der zeitgenössischen Kunst in den Vordergrund: Was bleibt, was vergeht, und wie formt die Umgebung das Werk selbst? Die Besucher erleben eine Ausstellung, in der Materialität, Veränderung und Vergänglichkeit nicht nur Thema, sondern Teil des künstlerischen Prozesses sind.
Gemeinschaft, Bildung und kulturelle Teilhabe
Die Kooperation von KulturNetz Kassel, der Stadt Baunatal und dem LOK Verein Guntershausen verleiht dem Projekt eine starke regionale Verankerung. Zur Eröffnung wirken der Wohnzimmerchor und der Kinderchor der Grundschule Rengershausen mit, auch die Bewirtung übernehmen Ortsvereine. Hinzu kommen Workshops mit unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern während der vierwöchigen Laufzeit. So verbindet die Ausstellung künstlerische Praxis mit kultureller Bildung und öffnet einen lebendigen Raum für Austausch, Begegnung und Teilhabe.
Ein Ort zwischen Radweg, Fluss und Gegenwartskunst
Die Lage direkt am R1 und am Eco Pfad macht die Ausstellung auch für Spaziergänger, Radfahrende und Ausflügler besonders attraktiv. Wer sich auf den Weg macht, erlebt nicht nur eine Ausstellung im Freien, sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das Resultat ist ein stilles, zugleich hochaktuelles Kunsterlebnis, das den Blick schärft und die Wahrnehmung für die Umgebung intensiviert.
Fazit: Landruf(t) bietet eine außergewöhnliche Verbindung aus Kunst, Landschaft und Gemeinschaft. Wer zeitgenössische Kunst jenseits klassischer Museumsräume erleben möchte, sollte diese Ausstellung in Baunatal-Guntershausen unbedingt live besuchen.
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