LICHT BERÜHRT im Palais Bellevue: Licht, Papier und Sprache erleben


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LICHT BERÜHRT: Wenn Papier im Gegenlicht zu leuchten beginnt
Im Palais Bellevue in Kassel entfaltet Barbara Beisinghoffs Ausstellung LICHT BERÜHRT ein poetisches Kunsterlebnis aus Licht, handgeschöpftem Papier und Sprache. Zarte Wasserzeichenpapiere treten vor den historischen Fenstern in einen stillen Dialog mit dem Tageslicht und verbinden Innenraum und Außenwelt.
Eine ästhetische Erfahrung zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem
Die filigranen Papierarbeiten offenbaren ihre Zeichen und Bildräume erst im Gegenlicht. Helligkeit, Transparenz und Schatten verändern sich mit dem Stand der Sonne. Dadurch entsteht eine bewegte Ausstellungsatmosphäre, in der die Architektur des Palais Bellevue selbst zum Bestandteil der Installation wird.
Wasserzeichen als Bilder, Wörter und Gedankenräume
Im Zentrum stehen Wasserzeichenarbeiten, die sich über drei Stockwerke erstrecken. In der Halle verweisen zwei Arbeiten vor den halbrunden Supraportefenstern auf den ersten Lichtfunken und das erste Wort, Reschit, aus dem Sohar, dem Buch des Glanzes. Die Werkbetrachtung verbindet visuelle Wahrnehmung mit literarischen und philosophischen Impulsen.
Literatur trifft Papierkunst
Im ersten Obergeschoss entsteht eine Blickachse zwischen einem ockerfarbenen Wasserzeichen im Kaminzimmer und dem weißen Werk Light of the eye and of the mind. Im zweiten Obergeschoss begegnen den Besuchenden Texte aus Christa Wolfs Kassandra und Gedanken von Georg Christoph Lichtenberg. Eine Vitrine präsentiert das Buch KUPFERSTICHE BEWOHNEN aus Gaston Bachelards Poetik des Raums sowie ein weißes Blatt mit Worten eines Gedichts von Marina Zwetajewa, geschrieben mit Wasserstrahl.
Raum, Bewegung und kulturelle Bildung
Unter dem Gewölbebogen der Bibliothek drehen sich drei Ebenen von Wasserzeichen langsam übereinander. Die Installation macht sichtbar, wie eng Licht, Material, Sprache und Raumwahrnehmung miteinander verbunden sind. Ein gedruckter Rundgang-Flyer begleitet die Ausstellung, die barrierefrei durch drei Stockwerke des Palais Bellevue führt.
Begleitprogramm zur Ausstellung
Das Rahmenprogramm vertieft die Auseinandersetzung mit Kunst, Literatur und Raum. Geplant sind Gespräche mit Susanne Jakubzcyk und Brigitte Zypries, ein Leporello-Workshop mit Susanne Mihm-Lutz sowie eine Lesung von Marcus Angebauer und Heiko Schimmelpfeng mit Prosa und Briefen von Rosa Luxemburg bis James Salter. Für den Workshop ist eine Anmeldung erforderlich.
Fazit: Licht als leise Berührung
LICHT BERÜHRT erwartet Kunstinteressierte als konzentrierte, sinnliche Werkbetrachtung zwischen Papierkunst, Installation, Literatur und historischer Architektur. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Blick zu verlangsamen und die feinen Nuancen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem wahrzunehmen. Wer eine poetische ästhetische Erfahrung und kulturelle Bildung in besonderer Raumwirkung sucht, sollte diese Ausstellung im Palais Bellevue unbedingt live erleben.
Offizielle Kanäle von Barbara Beisinghoff:
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