Peter Fischli im Fridericianum: Kinetische Kunst in Kassel erleben


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Peter Fischli im Fridericianum: Kinetische Skulpturen zwischen Licht, Zeichen und Wahrnehmung
Mit Peter Fischli zeigt das Fridericianum in Kassel eine Ausstellung, die den Blick auf die Dinge des Alltags schärft und zugleich in eine eigentümlich poetische Bildwelt führt. Blinkende Lichtsignale, Spiegel, lose Kabel und graue Oberflächen verwandeln den Ausstellungsraum in ein Kunsterlebnis voller Spannung, Rhythmus und leiser Irritation.
Ordnung aus dem Fragilen
Fischlis kinetische Skulpturen erinnern an Ampelanlagen, Bühnenelemente oder technische Infrastrukturen. Gerade aus der Reduktion entsteht eine starke Ausstellungsatmosphäre: Weiß-, Orange- und Gelbtöne setzen flüchtige Akzente, während Spiegel und Buntglas das Licht brechen und den Raum in wechselnde Wahrnehmungszonen gliedern. Die Werkbetrachtung öffnet sich hier nicht über Monumentalität, sondern über präzise gesetzte Reize.
Zwischen Alltagsästhetik und Konzeptkunst
Der Schweizer Künstler, 1952 in Zürich geboren, wurde international durch das Künstlerduo Fischli/Weiss bekannt, das mit Filmen, Fotografie, Skulpturen und Installationen Maßstäbe für die zeitgenössische Kunst setzte. Das Fridericianum stellt nun Fischlis erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland vor. Die Präsentation verortet seine Arbeit im Spannungsfeld von Konzeptkunst, Skulptur und einer sensiblen Analyse von Zeichen, Symbolen und Bewegungsabläufen.
Ein Raum für Wahrnehmung und Transzendenz
Die Werke lassen sich als abstrakte Kompositionen, diagrammartige Figuren oder psychogrammähnliche Zeichen lesen. Gerade diese Offenheit macht den Reiz der Schau aus: Die Skulpturen formulieren Fragen nach Ordnung, Aufmerksamkeit und Transzendenz, ohne sich in eine eindeutige Deutung einhegen zu lassen. Wer zeitgenössische Kunst, Installation und skulpturale Experimente schätzt, erlebt hier eine Ausstellung von großer geistiger Dichte.
Bildung, Vermittlung und Museumsbesuch
Das Fridericianum begleitet seine Ausstellungen mit Vermittlungsangeboten, darunter öffentliche Führungen und das Studiowerkstatt-Programm am Samstag. Das Museum ist auf barrierearme Zugänge ausgerichtet und liegt zentral am Friedrichsplatz in Kassel, in unmittelbarer Nähe zur Tram-Haltestelle Friedrichsplatz. So wird der Besuch nicht nur ästhetisch, sondern auch praktisch angenehm planbar.
Fazit: Peter Fischli im Fridericianum ist eine Ausstellung für alle, die Kunst als präzise, sinnliche und gedanklich offene Erfahrung suchen. Die Werke entfalten ihre volle Wirkung nur im Raum: als Spiel aus Licht, Material, Klang und Bedeutung. Ein Besuch lohnt sich unbedingt live in Kassel.
Offizielle Kanäle von Peter Fischli:
- Instagram: https://www.instagram.com/fridericianum/
- Facebook: https://www.facebook.com/fridericianum.org
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://fridericianum.org/ausstellungen/peter-fischli/










