Peter Fischli im Fridericianum: Kunst, Licht und Wahrnehmung in Kassel


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Peter Fischli im Fridericianum: Wenn Licht, Zeichen und Raum zu Kunst werden
Mit Peter Fischli zeigt das Fridericianum in Kassel eine Ausstellung, die den Blick auf das Alltägliche schärft und zugleich in eine rätselhafte Bildwelt führt. Die kinetischen Skulpturen des Schweizer Künstlers verwandeln einfache Materialien, blinkende Leuchten und Spiegelreflexe in ein ebenso sinnliches wie geistreiches Kunsterlebnis.
Zwischen Ampel, Bühnenbild und Skulptur
Vertikale Träger, horizontale Arme und frei geführte Kabel erinnern an urbane Infrastrukturen, an Signale des Straßenraums oder an Fragmente eines Bühnenbilds. Fischli überzieht seine Konstruktionen mit grauen Farbschichten, sodass die Werke zugleich roh und präzise wirken. Im Raum entfalten sie einen Rhythmus aus Licht und Klang, der sich jeder eindeutigen Logik entzieht und gerade darin seine Spannung gewinnt.
Ordnung, Wahrnehmung und Irritation
Einige Arbeiten erscheinen wie abstrakte Diagramme, andere wie fragile Zeichenkörper, die an Galgen, kahle Bäume oder technische Apparaturen denken lassen. Spiegelnde Flächen, Buntglas und wechselnde Lichttöne in Weiß, Orange und Gelb erzeugen eine Ausstellungsatmosphäre zwischen Konzentration und Verunsicherung. Wer die Werkbetrachtung ernst nimmt, entdeckt darin eine präzise Untersuchung von Wahrnehmung, Symbolik und Transzendenz.
Der Künstler und seine kunsthistorische Bedeutung
Peter Fischli, 1952 in Zürich geboren, wurde über seine mehr als vier Jahrzehnte währende Zusammenarbeit mit David Weiss bekannt. Das Duo Fischli/Weiss prägte die Gegenwartskunst nachhaltig, nahm an der documenta teil, war auf der Biennale von Venedig vertreten und erhielt 2003 den Goldenen Löwen. Das Fridericianum präsentiert nun Fischlis erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland und damit eine wichtige kunsthistorische Standortbestimmung seines jüngeren Werkes.
Museumspädagogik und öffentliche Führungen
Die Ausstellung wird von einem Vermittlungsprogramm begleitet. Öffentliche Rundgänge laden dazu ein, die Arbeiten mit kunsthistorischem Blick und in direkter Auseinandersetzung mit den Vermittler*innen des Hauses zu erleben. Zusätzlich öffnet die Studiowerkstatt des Fridericianum Räume für kreative Auseinandersetzung und kulturelle Bildung.
Das Fridericianum als Ort der zeitgenössischen Kunst
Das Museum am Friedrichsplatz ist für seine großen Sonderausstellungen bekannt und gehört zu den wichtigen Adressen zeitgenössischer Kunst in Kassel. Barrierearme Zugänge, Aufzüge, barrierefreie Toiletten und die Nähe zur Haltestelle Friedrichsplatz machen den Besuch gut planbar. Auch ein öffentlich zugängliches Café ergänzt das Kunsterlebnis vor Ort.
Fazit: Diese Ausstellung verbindet kinetische Skulptur, Lichtkunst und konzeptuelle Präzision zu einer eindrucksvollen Begegnung mit der Gegenwartskunst. Wer Peter Fischli live im Fridericianum erlebt, sieht Zeichen, Räume und Materialien mit neuen Augen – ein Besuch, der sich für Kunstinteressierte unbedingt lohnt.
Offizielle Kanäle von Fridericianum:
- Instagram: https://www.instagram.com/fridericianum
- Facebook: https://www.facebook.com/fridericianum
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://fridericianum.org










