Peter Fischli im Fridericianum: Licht, Rhythmus und rätselhafte Skulptur


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Peter Fischli im Fridericianum: Wenn Licht zu Zeichen wird
Im Fridericianum in Kassel entfaltet Peter Fischli ab dem 4. August 2026 ein Kunsterlebnis, das die Wahrnehmung schärft und den Ausstellungsraum in ein vibrierendes Feld aus Licht, Rhythmus und Bedeutung verwandelt. Die kinetischen Skulpturen erinnern an Ampelanlagen, Bühnenelemente oder fragile Signalträger und machen sichtbar, wie eng Ordnung, Infrastruktur und ästhetische Erfahrung miteinander verbunden sind.
Zwischen Alltagszeichen und rätselhafter Poesie
Fischli arbeitet mit einfachen Materialien, grauen Farbschichten, Spiegeln, Buntglas und losen Kabeln. Daraus entstehen Skulpturen, die im Raum eine eigentümliche Spannung erzeugen: technisch und zugleich verletzlich, präzise konstruiert und doch offen für Deutung. Weiß-, Orange- und Gelbtöne strukturieren die Wahrnehmung wie wechselnde Impulse, ohne einer festen Logik zu folgen.
Die Formensprache der Irritation
Die Arbeiten lassen sich als abstrakte Kompositionen lesen, ebenso als Zeichenkörper, Diagramme oder psychogrammähnliche Figuren. In ihrer vertikalen und horizontalen Gliederung erinnern sie an Verkehrsinfrastrukturen, an Bühnenlicht oder an Zeichensysteme, die Bewegung steuern und Aufmerksamkeit lenken. Genau darin liegt ihre Wirkung: Sie zeigen, wie visuelle Signale unseren Alltag prägen, ohne sich vollständig erklären zu lassen.
Ein Kunsterlebnis mit kunsthistorischer Tiefe
Peter Fischli gehört zu den prägenden Schweizer Gegenwartskünstlern. Von 1979 bis 2012 arbeitete er mit David Weiss zusammen; das Werk des Duos wurde international in großen Museen und Ausstellungen rezipiert. Fischlis Praxis umfasst Fotografie, Skulptur, Installation, Video und Film. Im Fridericianum tritt diese Erfahrung in einen direkten Dialog mit der Architektur des Hauses und der Idee des Museums als öffentlichem Denkraum.
Vermittlung und öffentlicher Rundgang
Das Fridericianum begleitet die Ausstellung mit kunstpädagogischen Formaten und öffentlichen Rundgängen. Die Vermittlungsangebote sind in den Eintritt integriert und eröffnen einen konzentrierten Zugang zu Werk, Kontext und kuratorischer Idee. So entsteht nicht nur Betrachtung, sondern eine vertiefte Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Skulptur und Ausstellungskultur.
Fazit
Peter Fischli im Fridericianum verspricht eine Ausstellung voller Licht, Konzentration und gedanklicher Offenheit. Wer sich für zeitgenössische Kunst, Installation und die Ästhetik des Alltäglichen interessiert, erlebt hier eine starke, sinnliche und intellektuell anregende Präsentation. Ein Besuch lohnt sich besonders live, weil Fischlis Arbeiten ihre Spannung erst im Raum vollständig entfalten.
Offizielle Kanäle von Peter Fischli / Fridericianum:
- Instagram: https://www.instagram.com/fridericianum/
- Facebook: https://www.facebook.com/fridericianum.org
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://fridericianum.org/










