Resonanzräume in der Neuen Galerie: Kassels Jubiläumsausstellung als Kunsterlebnis


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Resonanzräume in der Neuen Galerie: Kunst als Gedächtnisraum
Mit Resonanzräume feiert die Neue Galerie Kassel ihr 50-jähriges Jubiläum und öffnet einen vielschichtigen Blick auf die Sammlung der Moderne und Gegenwart. Die Ausstellung versammelt bedeutende Neuerwerbungen der vergangenen Jahre und führt in eine Atmosphäre, in der sich Installation, Film, Objektkunst und Erinnerungskultur gegenseitig durchdringen.
Ein Kunsterlebnis zwischen Geschichte und Gegenwart
Im Zentrum stehen großformatige Arbeiten mit starker Raumpräsenz. Die Ausstellung entfaltet ein sensibles Netz aus individuellen und kollektiven Erinnerungen, aus politischen Schichtungen und biografischen Spuren. Gerade in der Neuen Galerie, die seit ihrer Wiedereröffnung 1976 eng mit der documenta und internationalen Gegenwartskunst verbunden ist, gewinnt diese Werkbetrachtung besondere Tiefe.
Positionen mit Haltung und Präzision
Pınar Ögrenci eröffnet mit Aşît einen kollaborativen Erinnerungsraum, der Geschichte nicht als fertige Erzählung, sondern als gemeinschaftlichen Prozess erfahrbar macht. Jürgen O. Olbrich begegnet dem Übersehenen, indem er weggeworfene Fotografien sammelt und dem Bildarchiv eine poetische wie kritische Wendung gibt. Michal Heiman hinterfragt psychologische Teststrukturen und legt damit institutionelle Ordnungen offen. Ute Lindner schließlich reflektiert in ihren Belichtungszeiten die Zeitlichkeit von Bildern, Hängungen und Wahrnehmung.
Die Neue Galerie als documenta-Ort
Das Haus selbst gehört zur Erzählung: 1871 bis 1877 erbaut, nach Kriegszerstörungen neu gedacht und seit 1976 als Neue Galerie für Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts genutzt, ist es ein Museum mit starker kunsthistorischer Autorität. Gemälde, Skulpturen und neue Medien, dokumentarische Formen und kuratierte Erinnerungsräume fügen sich hier zu einer ästhetischen Erfahrung, die Bildung und Emotion klug verbindet.
Fazit: Ein Besuch, der nachwirkt
Resonanzräume richtet sich an alle, die zeitgenössische Kunst nicht nur betrachten, sondern als lebendigen Denkraum erleben wollen. Wer sich für documenta-Geschichte, installative Kunst und die feinen Übergänge zwischen Archiv, Bild und Erinnerung interessiert, sollte diese Ausstellung in Kassel unbedingt vor Ort entdecken.
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