Resonanzräume in der Neuen Galerie: Jubiläumsausstellung mit documenta-Bezug


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Resonanzräume in der Neuen Galerie: Kunst, Erinnerung und documenta-Geschichte
Die Neue Galerie Kassel eröffnet mit Resonanzräume einen eindrucksvollen Blick auf die Entwicklung ihrer Sammlung und auf jene künstlerischen Positionen, die aus Erinnerung, Archiv und Gegenwart eine vielschichtige Ausstellungserfahrung formen. Zum 50-jährigen Jubiläum rücken bedeutende Neuerwerbungen der letzten Jahre in den Mittelpunkt.
Ein Kunsterlebnis zwischen Bild, Objekt und Film
Die Ausstellung vereint großformatige Installationen, Filme und Objekte, die im Raum eine starke Präsenz entfalten. Gerade diese mediale Vielfalt prägt die Ausstellungsatmosphäre: Malerei tritt hier nicht als alleinige Form auf, sondern als Teil eines erweiterten Kunstbegriffs, der Skulptur, bewegtes Bild und dokumentarische Spur zusammendenkt.
Erinnerung als künstlerisches Material
Im Zentrum steht die Frage, wie kollektive und persönliche Erinnerung sichtbar wird. Pınar Öğrenci thematisiert in Aşît ein kollaboratives Erinnern, das historische Erfahrung und gegenwärtige Perspektiven verbindet. Jürgen O. Olbrich arbeitet mit weggeworfenen Fotografien und macht das Flüchtige, Übersehene und Wiedergefundene zum Ausgangspunkt einer poetischen Archivarbeit.
Zwischen psychologischer Struktur und Zeitbild
Michal Heiman hinterfragt psychologische Teststrukturen und lenkt den Blick auf die Mechanismen, mit denen Wahrnehmung geordnet und beurteilt wird. Ute Lindner reflektiert in ihren Belichtungszeiten Zeit, Bildtraditionen und die Bedingungen fotografischer Sichtbarkeit. So entsteht eine Werkbetrachtung, die ästhetische Erfahrung und kulturhistorische Reflexion eng miteinander verbindet.
Die Neue Galerie als Ort der documenta und der Moderne
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1976 nutzt die Neue Galerie ihren documenta-Bezug, um internationale Positionen und neue Medien in die Sammlung einzubinden. Das Haus selbst steht damit exemplarisch für die Kasseler Museumslandschaft: als Ort der Kuratierung, des Sammelns und des diskursiven Blicks auf Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts.
Was Besucherinnen und Besucher erwartet
Resonanzräume bietet ein konzentriertes Kunsterlebnis für alle, die zeitgenössische Kunst im Kontext von Erinnerungskultur, Archivarbeit und documenta-Geschichte erleben möchten. Wer die Ausstellung live besucht, entdeckt nicht nur herausragende Neuerwerbungen, sondern auch die besondere Spannung zwischen Raum, Geschichte und Gegenwart.
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