Resonanzräume in der Neuen Galerie: Kunst, Erinnerung und documenta erleben

Event: Resonanzräume in Neue Galerie, Schöne Aussicht 1, 34117 Kassel on 6. März 2026

Datum und Uhrzeit

6. März 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Neue Galerie
Schöne Aussicht 1, 34117 Kassel, Deutschland

Tickets

8,00

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Resonanzräume in der Neuen Galerie: Erinnern, Sehen, Weiterdenken

Die Neue Galerie in Kassel feiert ihr 50-jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung, die Sammlungsgeschichte nicht nur zeigt, sondern als lebendigen Denkraum erfahrbar macht. Resonanzräume versammelt bedeutende Neuerwerbungen der vergangenen Jahre und rückt großformatige Installationen, Filme und Objekte in den Mittelpunkt, die von persönlicher und kollektiver Erinnerung erzählen.

Ein Parcours zwischen documenta, Museumsgeschichte und Gegenwart

Seit ihrer Eröffnung 1976 hat die Neue Galerie ihren besonderen documenta-Bezug genutzt, um internationale Positionen und neue Medien in die Sammlung einzuschreiben. Genau daraus erwächst die Spannung dieser Ausstellung: Hier treffen Kunstwerke auf Kunstgeschichte, Archiv auf Gegenwart, Bildtradition auf experimentelle Form. Die Präsentation macht sichtbar, wie sich das Profil des Hauses über Jahrzehnte erweitert hat und wie museale Kuratierung Erinnerung in Raum verwandelt.

Werke mit starker Raumpräsenz

Die Ausstellung setzt auf Arbeiten, die nicht leise im Hintergrund bleiben. Großformatige Installationen, filmische Bilder und Objektkunst entfalten eine dichte Ausstellungsatmosphäre. Besucherinnen und Besucher begegnen Werken, die den Raum aktiv bespielen und die ästhetische Erfahrung intensivieren. Der Weg durch die Ausstellung wird so zu einer Werkbetrachtung im wörtlichen Sinn: Jede Arbeit öffnet eine eigene zeitliche, gesellschaftliche und emotionale Schicht.

Pinar Ögrenci, Jürgen O. Olbrich, Michal Heiman und Ute Lindner

Zu den prägenden Positionen gehört Pinar Ögrenci mit Aşît, das kollaboratives Erinnern als kulturelle Praxis begreift. Jürgen O. Olbrich sammelt in PaperPolice weggeworfene Fotografien und überführt sie in ein neues Ordnungssystem zwischen Fundstück, Archiv und Zufall. Michal Heiman hinterfragt mit ihren psychologischen Teststrukturen den Umgang mit Bildern und Wahrnehmung. Ute Lindner wiederum reflektiert in ihren Belichtungszeiten Zeit, Licht und Bildtraditionen mit großer formaler Konzentration.

Warum diese Ausstellung berührt

Resonanzräume verbindet ästhetische Erfahrung mit kultureller Bildung. Die Ausstellung lädt dazu ein, über Erinnerung, Sammlungspolitik und die Rolle des Museums nachzudenken. Gleichzeitig bleibt sie sinnlich: Licht, Fläche, Materialität und mediale Bildformen erzeugen einen Rundgang, der lange nachhallt. Wer Gegenwartskunst nicht nur betrachten, sondern im Kontext von documenta, Museum und Stadtgeschichte erleben möchte, findet hier einen besonders dichten Zugang.

Fazit

Diese Jubiläumsausstellung zeigt die Neue Galerie als Ort der Erkenntnis und der Emotion. Resonanzräume macht aus Neuerwerbungen ein kraftvolles Kunsterlebnis, das Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber ebenso anspricht wie neugierige Erstbesucher. Ein Besuch vor Ort lohnt sich unbedingt, denn diese Werke entfalten ihre Wirkung erst im direkten Erleben.

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