Resonanzräume in der Neuen Galerie Kassel: Kunst zwischen Erinnerung und Gegenwart

Event: Resonanzräume in Neue Galerie, Schöne Aussicht 1, 34117 Kassel on 3. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

3. Oktober 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kassel
Kassel, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

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Entspannt

Veranstaltungsorttyp

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Resonanzräume: Erinnerung wird in der Neuen Galerie Kassel zur Gegenwartskunst

Zum 50-jährigen Jubiläum der Neuen Galerie präsentiert Hessen Kassel Heritage die Ausstellung Resonanzräume. documenta Kunst und weitere Neuerwerbungen. Vom 6. März 2026 bis zum 24. Januar 2027 entfalten großformatige Installationen, Filme und Objekte ein vielschichtiges Panorama aktueller Sammlungsgeschichte. Die Ausstellung verbindet documenta-Bezug, internationale Gegenwartskunst und die Frage, wie persönliche sowie kollektive Erinnerungen in Bildern, Materialien und Räumen fortleben.

Ein Museum als Resonanzraum der Geschichte

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1976 steht die Neue Galerie für den Dialog zwischen städtischen und staatlichen Sammlungen sowie für die kontinuierliche Aufnahme internationaler Positionen und neuer Medien. Die Jubiläumsausstellung macht sichtbar, wie sich eine Sammlung durch gezielte Neuerwerbungen weiterentwickelt und historische Erfahrungen in der Gegenwart neu lesbar werden.

Großformatige Installationen mit starker Raumwirkung

Im Zentrum stehen Werke, die nicht allein aus der Distanz betrachtet werden. Installationen, Filme und Objekte beanspruchen den Raum, verändern die Wege des Publikums und erzeugen eine intensive Ausstellungsatmosphäre. Licht, Material, Maßstab und Bewegung prägen die ästhetische Erfahrung. Die Werkbetrachtung wird damit zu einem körperlichen Kunsterlebnis, in dem sich Wahrnehmung und Erinnerung gegenseitig überlagern.

Künstlerische Perspektiven auf das Erinnern

Pinar Ögrenci thematisiert in Aşît Formen des kollaborativen Erinnerns. Jürgen O. Olbrich richtet den Blick auf weggeworfene Fotografien und verleiht beiläufigen Bildfunden eine neue historische Spannung. Michal Heiman hinterfragt psychologische Teststrukturen und deren Einfluss auf Wahrnehmung, Identität und gesellschaftliche Ordnung. Ute Lindner reflektiert in ihren Belichtungszeiten die Beziehung zwischen Zeit, Fotografie und tradierten Bildvorstellungen.

Documenta-Erbe und kulturelle Bildung

Die Präsentation führt zentrale Themen der Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zusammen: Archiv, Erinnerung, Bildpolitik, Medienwechsel und die Rolle des Museums als öffentlicher Denkraum. Gerade im Zusammenspiel von Sammlung, Kuratierung und Gegenwartskunst eröffnet Resonanzräume Möglichkeiten für kulturelle Bildung. Besucherinnen und Besucher begegnen Kunstwerken, die historische Schichten nicht abschließen, sondern zur eigenen Reflexion über Vergangenheit und Gegenwart einladen.

Fazit: Gegenwartskunst live erfahren

Resonanzräume verspricht ein sinnlich dichtes Kunsterlebnis zwischen documenta-Geschichte, Neuerwerbungen und internationaler Gegenwartskunst. Wer Installationen, Filme und Objekte nicht nur sehen, sondern ihre Raumwirkung und gedanklichen Nachhall unmittelbar erfahren möchte, findet in der Neuen Galerie einen eindrucksvollen Ort der ästhetischen Erfahrung. Ein Besuch bereichert den Blick auf Kassels Kunstlandschaft und macht Sammlungsgeschichte als lebendigen Resonanzraum erfahrbar.

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Quellen:

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