Die Geschichte von Blanka Pudler: Lesung mit Musik in Kassel


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Eine bewegende Lesung über Erinnerung, Hoffnung und Überleben
Mit Die Geschichte von Blanka Pudler lädt die Stadtbibliothek Kassel zu einer szenischen Lesung mit musikalischer Begleitung ein, die Literatur, Zeitgeschichte und Erinnerungskultur eindrucksvoll verbindet. Im Mittelpunkt steht das Überleben eines jüdischen Mädchens im Schatten der Shoah - erzählt mit literarischer Präzision, historischer Verantwortung und einer Lesungs-Atmosphäre, die Nähe schafft und zugleich verstört.
Literarisches Erlebnis mit historischem Gewicht
Blanka Pudlers Lebensweg führt von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten über Auschwitz bis zur Zwangsarbeit in der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau. Der Text folgt dabei konsequent dem Blick des Kindes: verletzlich, wach, von Angst gezeichnet und doch nie ganz ohne Hoffnung. Gerade diese Perspektive verleiht der Erzählung eine besondere narrative Kraft, die sich weit über eine klassische Lesung hinaus als literarisches Erlebnis entfaltet.
Dieter Vaupel als Erzähler, Forscher und Vermittler
Dr. Dieter Vaupel ist nicht nur Autor, sondern auch eine prägende Stimme der regionalen Erinnerungskultur. Der Pädagoge und Politologe lehrt an der Universität Kassel und veröffentlicht seit Jahren zu Zeitgeschichte, Zwangsarbeit und pädagogisch-didaktischen Themen. Für seine Erinnerungsarbeit erhielt er 2024 das Bundesverdienstkreuz am Bande. In Kassel bringt er eine Geschichte auf die Bühne, die aus persönlicher Begegnung, historischer Recherche und langjähriger Bildungsarbeit gewachsen ist.
Musik als zweite Erzählebene
Alida Scheibli begleitet die Lesung nicht nur als Mitwirkende, sondern auch am E-Piano. Diese musikalische Ebene öffnet den Abend für Zwischentöne: für Stille, Nachhall und den feinen Übergang zwischen Wort und Klang. So entsteht eine dichte, fast intime Lesungs-Atmosphäre, in der die historische Erzählung nicht referiert, sondern erlebt wird.
Ein Abend der Erinnerung in der Kasseler Innenstadt
Die Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Kassel bietet dafür den passenden Rahmen. Als öffentlicher Ort des Wissens, der Bildung und des Dialogs verbindet sie Zugänglichkeit mit kultureller Ernsthaftigkeit. Der barrierefreie Eingang, die zentrale Lage und die direkte ÖPNV-Anbindung machen den Veranstaltungsort leicht erreichbar - ein Detail, das für viele Besucherinnen und Besucher ebenso wichtig ist wie die inhaltliche Qualität des Abends.
Was diesen Abend besonders macht
Die Lesung erzählt nicht nur von Leid, Deportation und Verlust. Sie zeigt auch, wie Erinnerung in Worte, Stimme und gemeinsames Zuhören übersetzt werden kann. Die Geschichte von Blanka Pudler wird hier zur eindringlichen Autor-Begegnung mit der Vergangenheit - und zu einer Einladung, den Wert historischer Aufklärung neu zu erkennen.
Fazit: Wer sich für Literatur, Zeitgeschichte und lebendige Erinnerungskultur interessiert, erlebt in Kassel einen Abend von großer emotionaler und intellektueller Dichte. Diese Lesung lohnt sich für alle, die Literatur nicht nur lesen, sondern im Raum spüren wollen.
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